- Aktualisiert am 12.Oktober 2008-
 
 

Gemüse:


Was tun, wenn aus den Blüten keine Früchte werden?

Kürbisgewächse, also auch Zucchini, Melonen und einige Freilandgurkensorten, haben sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Um Früchte anzusetzen, müssen die Blüten bestäubt werden. Zur Übertragung des Blütenstaubes braucht es Insekten, die allerdings bei Regenwetter nicht sehr flugbegeistert sind. Dann sollte mit einem Pinsel nachgeholfen werden.

Bei Fruchtgemüsearten mit zwittrigen Blüten (Tomaten, Paprika, Auberginen) ist die Bestäubung sicherer, da der Pollen die kurze Strecke bis zur Narbe leicht durch Wind oder Erschütterungen zurücklegen kann.

Anders ist das in geschlossenen Gewächshäusern: kein Wind, wenig Insekten. Während Tomaten, Paprika und Auberginen nur regelmäßig einmal geschubst werden müssen, damit der Blütenstaub rieselt, sind Kürbisgewächse auf den Pinsel angewiesen.

Was sind die richtigen Aussaattermine?

Sehr frühes Gemüse
Bereits ab etwa Anfang/Mitte März können bei günstigem Wetter und unter Folienschutz ausgesät werden: frühe Möhren, Mangold, Pastinake, Pflücksalat, Rettich, Radieschen und Spinat. Auch eine Pflanzung von Salat und Kohlrabi ist dann schon möglich.

Gemüse für die Sommeraussaat
Sommersorten von Radieschen und Salat sowie Möhren eignen sich als Folgekulturen. Knollenfenchel, Zuckerhut, Endivien, Radicchio werden Mitte Juni bis Mitte Juli gesät. Chinakohlsaaten werden nicht vor Mitte Juli ausgebracht.

Sehr spätes Gemüse
Ab September können wieder frühe Radieschensorten gesät werden. Außerdem: Spinat, Feldsalat, weiße Frühlingszwiebeln und Winterportulak.


Soll man Geiztriebe bei Tomaten entfernen?


Tomatenpflanzen können leicht außer Rand und Band geraten, wenn man nicht rechtzeitig alle Seiten- und Geiztriebe - am besten mit den Fingern - entfernt. Dadurch gibt es nicht nur eine frühere Ernte, sondern auch die größten und schönsten Früchte.

Ausnahme: Bei kühler, feuchter Witterung werden die Blätter oft gelb oder fleckig und müssen vorzeitig entfernt werden. Damit die Pflanze nicht verkahlt, kann man das unterste Blatt der Geiztriebe als Ersatz stehenlassen.

Noch eine Ausnahme: Die Züchter bringen immer mehr Buschtomatensorten auf den Markt. Diese bleiben relativ niedrig und nur gelegentlich, wenn sie unübersichtlich werden, muß den einen oder anderen Trieb einmal herausnehmen.


Was tun gegen madige Möhren?

Madige Möhren, Rettiche und Radieschen, abgefressene Wurzeln an Kohljungpflanzen - das Werk von Gemüsefliegen. Der moderne Gärtner kann diesen Schädlingen ein Schnippchen schlagen: mit einer Vliesauflage oder, noch besser, einem mehrfach verwendbaren Kulturschutznetz, das man auch im Sommer verwenden kann, wenn es unter dem Vlies zu heiß wird.

Vliese und Netze werden nach der Saat aufgelegt und bleiben bis zur Ernte auf dem Beet. Bei Kohl reichen nach der Pflanzung zwei Wochen Schutz, außer bei den empfindlicheren Kohlrabi- und Blumenkohlsetzlingen. Da darf es gern etwas länger sein.

Um Laubschäden zu verhindern, legt man das Netz nur locker über die Pflanzen oder baut mit Bügeln einen niedrigen Tunnel. Mit dieser Maßnahme hält man auch die Lauchmotte von Zwiebelgewächsen und Blatt- und Wurzelläuse von Salat fern.

Bitte beachten: Auch unter Vlies und Netz wächst Unkraut!


Was ist besser Stecken oder Aussäen?

Zwiebeln können im März/April gesät oder gesteckt werden. Steckzwiebeln sind bereits im Juli, Saatzwiebeln erst im Spätsommer reif. Die Aussaat macht außerdem mehr Mühe, weil die Sämlinge in den Reihen vereinzelt werden müssen.

Vorteil der aus Samen gezogenen Zwiebeln: Die Auswahl an verschiedenen Sorten ist sehr groß. Wägen Sie ab, was Ihnen lieber ist.

 









Gartengemeinschaft "Heimatruh" e.V.  • Elsterstraße  •  01968 Senftenberg
www.gartensparte-heimatruh.de